Niki Solarz' Blog

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Posts Tagged ‘SPÖ’

Frei zugängliche Verwaltungsdaten – in Salzburg noch ein frommer Wunsch

Posted by niki - Oktober 8, 2013

So traurig und weltfremd es ist, aber: Salzburg wird zum Schlusslicht, wenn es um den freien Zugang von Verwaltungsdaten geht. Anbei findet ihr meine PA dazu:

1--666491-Platine II-pixelioSolarz | Auch die Grünen, die selbst ernannte Transparenz-Partei, haben es seit Juni nicht geschafft in Salzburg in Sachen Open-Data-Government etwas zustande zu bringen. Salzburg ist Schlusslicht.

„Nachdem das Open-Data-Portal des Landes Kärnten am vergangenen Mittwoch online ging, ist Salzburg gemeinsam mit Burgenland Schlusslicht, wenn es um offene, frei zugängliche Verwaltungsdaten des öffentlichen Sektors geht. Mittlerweile sind fast alle Landesregierungen auf den Zug aufgesprungen und nehmen den transparenten Umgang und den freien Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger zu Dokumenten des öffentlichen Sektors ernst“, stellt SPÖ-Open-Government-Data-Sprecherin Niki Solarz fest.

„Die Salzburger Grünen erklären zwar bei jeder Gelegenheit, wie wichtig ihnen Transparenz sei, doch obwohl sie seit mehr als hundert Tagen in Regierungsverantwortung sind, haben weder die Grünen noch die ÖVP oder das Team Stronach, in dieser Angelegenheit etwas weiter gebracht. Ich fordere die Landesregierung dringend auf, hier endlich die erforderlichen Schritte zu setzen.“

Lernen könne die Landesregierung jedenfalls von der Stadt Salzburg, die seit Mitte 2012 nach und nach ihre Daten frei zugänglich im Internet der Bevölkerung zur Verfügung stellt. „Ich hoffe auch unsere Landesregierung bekennt sich bald ernsthaft zu mehr Transparenz und präsentiert taugliche Ergebnisse. Vorarbeiten der SPÖ gibt es jedenfalls zur Genüge. Erst im Juli dieses Jahres wurde seitens der SPÖ ein Antrag dazu im Landtag eingebracht“, erklärt Solarz.

 

Bildquelle: http://www.pixelio.de

Werbung

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Wa(h)re Schönheit? Als die Bilder lügen lernten…

Posted by niki - August 25, 2012

Unter dem Motto „Wa(h)re Schönheit? Als die Bilder lügen lernten…“ zeigten wir bei einer gemeinsamen Aktion mit Frauenministerin Heinisch-Hosek am Platzl, wie schnell und einfach Fotomanipulationen gemacht werden können, mit denen die Werbung ein unrealistisches und falsches Frauenbild produziert. Die von uns fotografierten und anschließend retouchierten PassantInnen konnten es kaum glauben, wie schnell und einfach sie durch ein Bildbearbeitungsprogramm zur „perfekten Frau“ bzw. zum „perfekten Mann“ wurden. Die Salzburger Nachrichten berichteten dazu und machten ein Video.

Frauen, zunehmend auch Männer, haben in der Werbung einem eng definierten Schönheitsideal zu entsprechen. Da selbst ultradünne Models noch stark bearbeitet werden, entsteht zunehmend ein völlig unrealistisches Frauenbild (und immer öfter auch Männerbild), was insbesondere junge Frauen massiv unter Druck setzt.
Unserer Frauenministerin, Gabriele Heinisch-Hosek ist es ein Anliegen, ein Schönheitsideal, das viele Frauen belastet und krank macht, zum zu Thema machen. Die Werbung und die Medien gaukeln uns vor, dass wir nur dann glücklich sein können, wenn wir jung und dünn sind und perfekt aussehen. Und dieser Druck lastet schwer auf den Schultern von unzähligen Frauen.

Uns stört nicht „die schöne Frau“ bzw. „der schöne Mann“, sondern die Abbildung von Personen, die es in der Realität nicht geben kann. Dadurch wird ein Schönheitsideal produziert, dass gar nicht erreicht werden kann. Es braucht hier endlich eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, ob uns unsere Schönheitsideale in Wirklichkeit nicht krank machen.

Am 19. März 2012 wurde in Israel ein neues Gesetz vom dortigen Parlament verabschiedet, das Medien dazu verpflichtet, Fotomanipulationen offenzulegen und dementsprechend zu kennzeichnen. In Österreich gibt es ein derartiges Gesetz leider noch nicht. Daher fordern die Badgirls, dass in Zukunft jede digitale Bildbearbeitung mit einem deutlich erkennbaren Hinweis sichtbar gemacht wird.

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Werbung oder Porno: Erkennen Sie den Unterschied?

Posted by niki - August 22, 2012

Anlässlich des Weltfrauentages im März 2012 machten wir, die Badgirls, unter dem Motto „Werbung oder Porno: Erkennen Sie den Unterschied?“ am Platzl auf die zunehmende Sexualisierung von Frauen in der Werbung aufmerksam. Auf den Fotos unserer Aktionskarten konnten die PassantInnen kaum erkennen, ob das Bild aus einem Porno oder einer Werbung stammt.

Bei dieser Aktion befragten wir PassantInnen, ob das Foto auf unseren Aktionspostkarten aus einer Werbung oder einem Porno stammt. 80 % der befragten Personen konnten keinen Unterschied zwischen den Motiven erkennen und waren teils sehr überrascht.

Gleichzeitig haben wir dazu ein Quiz auf Facebook gestartet. Unter http://tiny.cc/idave kann sich jede Person selbst testen, ob sie den Unterschied erkennt. Am Ende wird ein Badgirl T-Shirt verlost.

Die sexualisierte Darstellung von Frauen in der Werbung ist mittlerweile Usus und wird auf Plakatwänden oder auch in Zeitschriften kaum als extrem wahrgenommen. Mit unserer Aktion wollten wir das Bewusstsein der SalzburgerInnen für die zunehmende Pornographisierung der Werbung schärfen. Wir appellieren an die kreativen Köpfe in unserem Land – gute Werbung braucht keinen Sexismus!

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Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung

Posted by niki - Februar 3, 2012

Anlässlich der Gründung unserer Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung fand heute eine Pressekonferenz dazu statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr dazu auf unserem Blog sowie in der folgenden Presseunterlage:

Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung nimmt ihre Arbeit auf
In Salzburg gibt es ab sofort eine Watchgroup gegen sexistische Werbung.  Zahlreiche Frauen – aus Politik, Verwaltung, NGOs bis
hin zu privaten Aktivistinnen – arbeiten bei dieser Initiative mit.

Unsere Ziele in aller Kürze:

1. Salzburgs Werbelandschaft wird frei von Sexismus
2. Bewusstsein schaffen für sensiblen Umgang mit Bildern und Sprache
3. Ein Umdenken einleiten – es geht auch anders!

Barbara Sieberth: Bürgerliste Gemeinderätin/Sprecherin Grüne Frauen
Niki Solarz: SPÖ-Landtagsabgeordnete, Badgirls
Alexandra Schmidt: Frauenbüro der Stadt Salzburg
Ursula Spannberger: ewmd Salzburg / European Women´s Management Development International Network

Im Sommer 2011 hat eine Gruppe von Frauen in Salzburg beschlossen, mit gebündelten Kräften gegen sexistische Werbung im Raum Salzburg Stadt und Land vorzugehen. Vorbild ist uns dabei die Watchgroup gegen sexistische Werbung in Graz, die uns bei der Gründung unterstützt hat und vernetzt mit uns arbeitet. „Frauen sind keine Produkte. Keine Sexobjekte. Und freuen sich auch nicht täglich über neues Waschmittel. Es ist nicht einzusehen, dass Sexismus in der Werbung immer noch ein gängiges Mittel ist und als völlig selbstverständlich gesehen wird. Das muss sich ändern“, erklärt Barbara Sieberth, Gemeinderätin und Sprecherin Grüne Frauen, warum sie die Initiative zur Gründung der Salzburger Watchgroup ergriff.

„Wir waren sofort dabei, da uns sexistische Werbung schon lange ein Dorn im Auge ist. Im Vorsommer starteten wir im Rahmen der Badgirls die Pinke-Badeenten-Aktion, um genau für dieses Problem zu sensibilisieren“, erinnert sich Niki Solarz, SPÖ-Landtagsabgeordnete/Badgirls.

„Die Breite dieser überparteilichen Zusammenarbeit gibt uns Schwung, dem Thema eine vielfältige Öffentlichkeit zu geben. Wir haben eine eigene Website unter http://www.watchgroup-salzburg.at eingerichtet, die unser zentrales Kommunikationsinstrument ist. Sie enthält die Beschreibungen zu „Was ist sexistischer Werbung“, Antworten zu gängig gestellten Fragen und weiterführende Links und Angebote. Über die E-Mail watchgroup.salzburg@gmail.com können uns Beschwerden zugeschickt werden. Wir wünschen uns rege Beteiligung und erweitern gerne unser Team um engagierte Frauen, Männer und Organisationen“, so Alexandra Schmidt, Frauenbüro der Stadt Salzburg.

Werbesujets werden anhand eines Kriterienkatalogs von der Watchgroup analysiert. Werden sie als sexistische eingestuft geht die Analyse anschließend als Beschwerde an den Werberat. Das Unternehmen wird zur Stellungnahme und zum Stopp der Werbemaßnahme aufgefordert. Alles zusammen wird auf der Homepage veröffentlicht. „Wichtig ist uns aber auch der Dialog – wir wollen nicht nur konfrontieren, sondern Sexismus bewusst machen und Unternehmen und Werbeleute dafür gewinnen, ihn zu vermeiden“, so Schmidt.

Sexismus in der Werbung – wie erkennbar?
„Sexismus in der Werbung hat leider viele Gesichter“

Grob kann in zwei Gruppen unterschieden werden: Erstens die Darstellung der Frau als Sexobjekt, es besteht kein direkter Zusammenhang mit dem Produkt, oft erkennbar am offenen Mund, halb geschlossenen Augen, laszive Pose. Zweitens die Verfestigung von Rollenklischees, wie Frauen und Männer zu sein haben, z.B. die Frau am Herd, der Mann als Retter.

Das DOKU GRAZ – Frauendokumentations- und Projektzentrum hat einen Kriterienkatalog für sexistische Werbung erarbeitet, den wir auch in Salzburg als Grundlage verwenden. In der Kurzfassung gibt es fünf zentrale Punkte, anhand derer eine Werbung analysiert werden kann:

1. Es geht um Geschlechterklischees und Rollenbilder, die reproduziert werden und dazu führen, dass z.B. junge Frauen schnell lernen, wo ihr Platz sein soll.

2. Die Sexualisierung des weiblichen Körpers, der mit dem Produkt nichts mehr zu tun hat reduziert Frauen zu Sexobjekten.

3. Körper werden oft verfälscht, z.B. Richtung dünner und glatter. Ein Schönheitsideal wird vorgetäuscht, das eine gesunde Frau nicht erfüllen kann.

4. Verharmlosung von Gewalt führt zu kranken Rollenvorbildern und suggerieren, dass Gewaltbereitschaft erstrebenswert ist.

5. Es gibt aber auch Mehrfachdiskriminierungen, Sexismus gepaart mit Würdeverletzungen Richtung Alter, ethnische Zugehö-
rigkeit, Krankheit, Armut, um nur einige zu nennen. Das lehnen wir natürlich auch ab.

Auch in Wien wird demnächst eine Watchgroup gegen sexistische Werbung ihre Arbeit aufnehmen. Zu dritt werden wir vernetzt arbeiten, um auch der Forderung nach einem bundesgesetzlichem Verbot sexistischer Werbung eine starke Stimme zu geben.

Statements der Aktivistnnen: Warum wir in der Watchgroup aktiv mitarbeiten:
• Barbara Sieberth und Christine Brandstätter, für die Grünen Frauen: Wir sind rund um die Uhr von Bildern in Medien umgeben, Werbung ist ein wesentlicher Teil davon. Was bleibt hängen? Zum Beispiel die extrem dünne, sexy und verfügbare Frau und die Mutter mit ihrem Lieblingswaschmittel. Das ist ein Teufelskreis, denn es hat unmittelbare Zusammenhänge, wie wir als Frauen und Männer miteinander umgehen und führt in sehr vielen Fällen zur Diskriminierung von Frauen auch heute. In der Watchgroup wollen wir sexistische Werbung anprangern und fordern ein bundesgesetzliches Verbot von sexistischer Werbung. Gleichzeitig unterstützen wir auch die kreative Wende in der Werbebranche, die ohne Sexismus auskommt.
• Ursula Spannberger, Architektin & Mediatorin und im Vorstand ewmd Salzburg: Ich bin Mitgründerin der Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung, weil ich es inspirierend und stärkend finde, in einer Gruppe von engagierten, sehr unterschiedlichen Frauen Erfahrungen darüber auszutauschen und die Öffentlichkeit an unserem Urteil teilhaben zu lassen. Schauen Sie sich den kurzen Film von „miss representation“ zur Wirkung von Werbung auf das Rollenbild von Kindern auf der homepage der watchgroup an: http://vimeo.com/28066212. Fragen, ob es denn wirklich in der heutigen Zeit der „erreichten Gleichstellung der Frau“ noch notwendig sei, gegen Sexismus aufzutreten, werden sich danach nicht mehr stellen!
• Andrea Laher, Frauennotruf Salzburg: Was mich als Mitarbeiterin einer Fachstelle zu sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen motiviert, mich in der Watchgroup zu engagieren: Es besteht nur eine dünne Trennlinie zwischen der Übernahme der Verfügungsgewalt über den weiblichen Körper im sexistischen Werbekontext und jener im tatsächlich statt findenden sexualisierten Übergriff auf Frauen. Und weil Pornografie und Sexismus in der Werbung mittlerweile fließende Übergänge aufweisen, gilt der alte feministische Satz: Pornografie ist die Theorie – Vergewaltigung ist die Praxis.
• Teresa Lugstein, make-it – Büro f. Mädchenförderung des Landes Salzburg: Die Auswirkungen der Bilder und Botschaften in der Werbung sind auf immer jüngere Mädchen sehr problematisch. Es werden falsche Vorbilder abgegeben, an denen sich dennoch viele orientieren! Die Watchgroup stellt eine Möglichkeit dar, um gegen Rollenklischees und Sexualisierung des weiblichen Körpers aktiv etwas zu unternehmen. Mein Wunsch ist es, Mädchen und junge Frauen hier stärker miteinzubeziehen und Aktionen mit den Mädchen zu setzen.
• Alexandra Schmidt, Frauenbüro der Stadt Salzburg: Sexistische Werbung enthält Darstellungen die nichts mit dem Produkt zu tun haben. Allzu oft stehen dahinter Abhängigkeitsverhältnisse und Klischees werden verfestigt. Normierte Schönheiten abseits der Realität sind bestimmend. Weil aber Werbung in der Öffentlichkeit viel Platz einnimmt ist es wichtig, sie zu hinterfragen und für mehr Kreativität abseits von Sexismus einzutreten.
• Niki Solarz, Dagmar Aigner, Eva Spießberger und Julia Rafetseder, für die Badgirls / SPÖ Frauen: Dagmar Aigner: Ich bin in der Watchgroup, weil es nervt, dass Frauen in der Werbung als willenlose Lustobjekte, Sextrophäen oder als Über-Mamas dargestellt werden. Frauen stehen an der Spitze von Staaten, internationalen Organisationen und Unternehmen und ich verwehre mich gegen eine Darstellung von Frauen, die sich auf Körperliches und die heile Familie konzentriert. Julia Rafetseder, Niki Solarz, Eva Spießberger: Die Frau als (Lust-)objekt? Heute lässt sich oft kein Unterschied zwischen der Darstellung von Frauen in der Werbung und in Pornos ausmachen. Die Watchgroup gegen sexistische Werbung zeigt diese Problematik auf und schafft Bewusstsein. Wir freuen uns ein Teil davon zu sein.
• Caroline Kleibel, freie Journalistin und im Vorstand des Frauen-Netzwerkes Medien Salzburg: Sehen und sichtbar machen: Medien prägen das Bewusstsein. Als Medienfrau weiß ich um diesen Zusammenhang und achte selbst in meiner Arbeit sehr genau auf geschlechtersensible Formulierungen und Darstellungen. Als engagierte Medienfrau fühle ich mich aber auch dazu legitimiert, Fehlleistungen anderer zu sehen und Missstände sichtbar zu machen.
• Sabine Veits-Falk: Historikerin und Genderbeauftragte der Abteilung Kultur, Schule und Wissen / Stadt Salzburg: Ich möchte in einer modernen, geschlechterdemokratischen Gesellschaft leben, in der Gleichwertigkeit und Chancengleichheit von Frauen und Männer eine Selbstverständlichkeit ist. Werbung, die Frauen diskriminiert und überholte, unzeitgemäße Rollenbilder festschreibt anstatt abbaut, macht aber genau das Gegenteil. Darum bin ich in der Watchgroup gegen sexistische Werbung.
• Cornelia Brunauer, gendup / Universität Salzburg: Durch die Fülle an Bildern mit sexuellen Inhalten in den Medien laufen wir Gefahr abzustumpfen und entwürdigende sexistische Darstellungen nicht als solche wahr zu nehmen. Ich bin in der Watchgroup, um darauf hinzuweisen, dass diese Ausbeutung und Benutzung von Menschen – vor allem von Frauen –  diskriminierend ist und der Festschreibung von hierarchischen Geschlechterordnungen dient, die viele in unserer Gesellschaft längst überwunden glauben.
• Claudia Pichler, Stabsstelle für Frauenfragen und Chancengleichheit des Landes Salzburg: Das Ziel, dass Werbung und Kommunikation Sexismus frei ist, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die Stabsstelle für Chancengleichheit, Anti-Diskriminierung und Frauenförderung unterstützt seit Jahren Bestrebungen, dass solche Themen von der Basis aufgegriffen werden.

Rückfragen:
Barbara Sieberth 0676 / 423 79 54
Nicole Solarz 0664 / 852 13 98
Alexandra Schmidt 0662 / 8072-2044

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Projekt „Love-Peers“

Posted by niki - Juli 20, 2011

Wir alle können uns noch gut erinnern: An unsere eigenen ersten Erfahrungen mit Liebe und Sexualität. Daran, dass wir heimlich und mit der Angst dabei ertappt zu werden in der Bravo Dr. Sommer gelesen haben, daran, wie unsicher und unwissend wir bei diesem Thema waren und vor allem daran, wie schwierig es war, mit einer erwachsenen Person, einer Lehrerin – oder den eigenen Eltern über dieses Thema zu reden.

Leider ist ein offener und ehrlicher Umgang mit dem Thema nicht ganz so selbstverständlich. Angst, Unbehagen und Unsicherheit sind oft eng mit dem Thema Liebe und Sexualität verknüpft.Die letzten Studien zeigen, dass Österreichs Teenager erschreckend ahnungslos sind, weil sich unsere Sexualpädagogik in einem sehr schlechten Zustand befindet: Sowohl Teenagerschwangerschaften als auch Infektionen mit Geschlechtskrankheiten sind gestiegen.

Diese Aufklärungsdefizite sind zwar schlimm, ihnen kann aber gezielt entgegengewirkt werden. Denn vor allem aus gesundheitlicher Sicht für Jugendliche sehr wichtig ist, über Liebe, Sexualität, Verhütung und Geschlechtskrankheiten offen und ohne Scheu zu reden; daher habe ich in Salzburg das Pilotprojekt „Love-Peers“ initiiert.

Durch das Projekt „Love-Peers“ werden Jugendliche in Workshops von ExpertInnen zu diesem Thema ausgebildet und geben in der Folge ihr Wissen in Workshops an andere Jugendliche weiter.

Der Zugang ist also ein unhierachischer, ExperInnen und Lernende befinden sich auf einer Ebene. Wir arbeiten hier modern im Sinne von präventiv: Also früh genug umfassend und lebensnah aufklären, und somit ungewollte Schwangerschaften sowie Krankheiten verhindern. Am Ende der vier-tägigen Ausbildung gab es dann auch Zertifikate.

Bedanken möchte ich mich ganz herzlich bei allen Institutionen und den Personen dahinter, die mit viel Einsatz und Wissen diesen Projekt inhaltlich auf die Beine gestellt haben, namentlich der

o            Verein Selbstbewusst – Sandra Kirbach

o            die Sexualberatungsstelle – Michael Schreckeis

o            Frauengesundheitszentrum ISIS – Petra Schweiger und

o            die Aidshilfe Salzburg – Michaela Wöss

und natürlich vor allem bei den SchülerInnen, die sich voller Engagement, Professionalität aber auch Spaß die Ausbildung absolvierten!

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Erlebnisbericht: „Mit der legalen Seite nach oben“

Posted by niki - März 23, 2011

Aufgrund folgenden Mails wurde mir seitens des Halleiner Bürgermeisters, Christian Stöckl, zugesagt, dass in Hallein kein öffentliches Gebäude mehr für diese Veranstaltung zur Verfügung stehen wird. Seine schnelle Reaktion freute mich sehr und ich finde es schön, dass er das Thema genau so ernst nimmst wie ich. Es freut mich, dass es auch trotz mancher politischen Unterschiede zwischen unseren beiden Parteien in so wichtigen Fragen einen Konsens gibt. Wegen der Ekelhaftigkeit erspare ich mir Fotos der Devotionalien, die ich dort gesehen habe. Auch die Salzburger Nachrichten sowie die Bezirksblätter Tennengau (Seite 6) haben darüber berichtet.

OFFENES MAIL
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
lieber Christian!
Wie du ja weißt, fand gestern in Hallein zum 6. Mal die Internationale Militaria Sammlerbörse statt. Nachdem mir von verschiedenen Seiten geschildert wurde, was sich bei der Militaria abspielt, habe ich mich selbst vor Ort umgesehen und konnte meinen Augen nicht trauen: SS-Uniform-Kappen, Hakenkreuz-Armbinden, Wehrmachtsorden, HJ-Bilder – all das wurde mehr oder weniger offen zum Kauf angeboten. Ich habe auch einige „Beweismaterialen“ gekauft, anbei findest du ein Foto davon. Das von mir erworbene NS-Propagandaposter wurde beispielsweise zusammengerollt mit den Worten und einem Augenzwinkern – „Mit der legalen Seite nach oben, bitteschön“ – an mich ausgehändigt. Es ist unglaublich. Mitten in Hallein taucht man am Sonntag-Vormittag in die NS-Vergangenheit ein.
Ich finde es unerträglich und moralisch mehr als verwerflich, derartigem menschenverachtenden Gedankengut (was Hakenkreuze, HJ-Uniformen, etc. sind) in Hallein eine Plattform zu bieten. Ich denke, gerade wir als PolitikerInnen sollten mit unserer Geschichte anders, sensibler umgehen und vehement gegen derartige Gesinnungen auftreten.  Das ist auch, was wir den nachfolgenden Generationen weitervermitteln sollen. Eine durchaus offene aber kritische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und keine Verherrlichung.
Da ich dich als einen sehr  umsichtigen und konstruktiv arbeitenden Kollegen wahrnehme, ersuche ich dich als Bürgermeister der Gemeinde Hallein, dieser Veranstaltung künftig keine Plattform mehr zu bieten und diesem Treiben ein Ende  zu setzen . Sammelleidenschaft und historisches Interesse in allen Ehren, aber beim Handel mit NS-Relikten hört sich der Spaß auf.
Ich freue mich sehr, wenn wir auch auf Landtagsebene gemeinsam überlegen können, was wir gegen derartiges Gedankengut unternehmen können.
Ich freue mich auf deine Antwort und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Niki Solarz

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Badgirls holen berühmte Salzburgerinnen vor den Vorhang

Posted by niki - März 11, 2011

Badgirls im Einsatz

„Können Sie mir eine berühmte Salzburgerin nennen?“

Auf diese Frage folgt zumeist – Stille.

Letzten Freitag machten wir die Probe aufs Exempel: Wir fragten zahlreiche SalzburgerInnen, ob ihnen eine berühmten, verdienten Salzburgerinnen einfallen würde. Niemand wusste eine.

Auch im Selbst-Test mussten wir uns ein gestehen: Sehr viel mehr Namen als „Irma von Troll Borostyáni“ oder „Rosa Kerschbaumer-Putjata“ kannten wir auch nicht. Dass es keine historisch wichtigen Salzburgerinnen gibt, glaubten wir aber auch nicht.

Also machten wir uns auf die Suche – und wurden fündig. Sehr fündig sogar. Das Problem ist leider, dass die Geschichte in erster Linie männlich geprägt ist, sprich Frauen werden übersehen.

Valerin in Vorbereitung

auch Männer…

und meine Mama unterstützten uns 🙂

Diese verdienten Frauen sollten nun auch präsentiert und bekannt gemacht werden. Berühmte Frauennamen sollen uns genauso schnell und selbstverständlich über die Lippen kommen, wie es bei bekannten Männern der Fall ist.

Im Rahmen des internationalen Frauentages präsentierten wir am Platzl verdiente Salzburgerinnen, wie:

auch Barbara Haimerl von der SN kam und berichtete darüber

  1. Alice Brandl: Schuldirektorin, Sozialdemokratin, zwischen 1931 und 1934 einzige Frau im Gemeinderat.
  2. Irma von Troll.Borostyáni: Schriftstellerin, erste Salzburger Frauenrechtlerin, nach ihr ist der „Troll-Borostyani Preis für emanzipatorische Frauenpolitik und Zivilcourage benannt.
  3. Rosa Kerschbaumer-Putjata: erste Ärztin, die in Österreich praktizierte, leitete die Augenklinik in Salzburg.
  4. Anna Mildenburg: Mitbegründerin der SalzburgerFestspiele. Leitete 1929 eine Klasse der Internationalen Sommerakademie Mozarteum.
  5. Rosa Hofmann: kommunistische Widerstandskämpferin, die ihre politische Überzeugung gegen den Nationalsozialismus mit dem Leben bezahlt hat.

und noch viele, viele mehr. Dazu gibt es auch vom Frauenbüro der Stadt Salzburg eine tolle Broschüre

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Was sich Salzburgs Jugend vom politischen Christkind wünscht

Posted by niki - Dezember 17, 2010

Was sich Salzburgs Jugend vom politischen Christkind wünscht

Am Dienstag, den 7.12.2010 war unser i-Team das erste Mal im Einsatz: Pünktlich vor Weihnachten schwirrten wir (Hermann, Doris, Dominik, Gernot und ich) am Christkindlmarkt in der Stadt Salzburg aus und befragten die Jugendlichen, was sie sich denn vom „politischen Christkind“ wünschen. Ausgerüstet mit 200 Wunschzetteln, einem Fotoapparat und einer Filmkamera, (das Ganze sollte schließlich auch in Bild und Ton festgehalten werden) starteten wir los. Alleine die Vorbereitungen machten viel Spaß!

Und hier ist das Video:

Die Auswertung der Wunschzettel war spannend und die Antworten der Jugendlichen vielfältig. Das Top-Thema war schon nach dem Lesen der ersten Wunschzettel klar: Salzburgs Jugend liegt ihre Bildung am meisten am Herzen.

Hier noch einige Auszüge der Wünsche:

– mehr Budget für die Bildung der Jugend (Unis), bessere Stipendien für Studierende, Aufnahmeprüfung für Deutsche an den Unis, Familienbeihilfe bis 26

– besseres Verkehrskonzept: weniger Stau, günstigere Öffis, Öffis rund um die Uhr

– konstruktives Miteinander und keinen Streit zw. den Parteien, weniger Bürokratie, mehr Volksnähe

– stärkere Beteiligung für die Jugend

– coolere Fortgehmöglichkeiten

– nachhaltige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik

– Förderung junger, lokaler MusikerInnen und KünstlerInnen

– Zeit (!)

 

Neben der Grundidee, die Wünsche und Bedürfnisse der Salzburger Jugendlichen sichtbar zu machen und Ihnen auch zuzuhören, ihren Anliegen Aufmerksamkeit zu schenken, wurde eines klar: Salzburgs Jugend ist alles andere als unpolitisch oder uninteressiert. Ganz im Gegenteil, sie sind gut informiert, (und) brennen darauf, ihre Meinung kundzutun und haben ein hohes Maß an Problembewusstsein und den Willen zur Veränderung !

Weitere Fotos findet ihr auch unter http://www.facebook.com/niki.solarz

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Warum wir Badeenten die Salzach entlang schickten..

Posted by niki - Juli 29, 2010

Sexismus hat in der Werbung einfach nichts verloren. Und um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, schickten wir, die Badgirls – am Montag Nachmittag hunderte pinke Badeenten in der Salzbach auf die Reise.


Konkretes Beispiel für sexistische Werbung in Salzburg bietet die aktuelle Speisekarte des Restaurants Raschhofer:

Das Foto für das Speiseangebot am Dienstag zeigt junge Frauen in Hotpants, kombiniert mit dem Spruch „Hoass und Knusprig und mit fesche Knedl“. Was Hotpants auf einer Speisekarte zu suchen haben, ist mir ein Rätsel.. Schade, weil es ein derart bekanntes Unternehmen eigentlich nicht nötig hat, mit sexistischer Werbung auf sich aufmerksam zu machen, sondern eher mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Das ist doch nur peinlich!

Überraschenderweise sagt zur selben Zeit (das war nicht abgesprochen, im Ernst!) auch die Wiener SPÖ, allem voran Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, sexistischer Werbung den Kampf an. Die Kärtner Brauerei Hirter rühmt sich gerade mit einer Plakatkampagne unter dem Titel „Hirter Fasstypen“: Drei Frauen (eine blonde, eine rothaarige und eine dunkelhaarige, damit auch für jedermann eine dabei ist) bedecken ihre nackten Oberkörper nur mit einer Hand, in der anderen halten sie das Bier (welches ich nie wieder trinken werde!). Ein super Kommentar (gegen diese Werbung) wurde von Michael Schmid (fm4.orf.at) dazu verfasst!

Zu unserer Freude kam dann auch noch der Herr Vizekanzler Pröll vorbei, dem wir natürlich gleich eine pinke Ente samt pinkem Luftballon in die Hände drückten. Mit Forderung natürlich 🙂

Aber nicht nur der Sexismus in der Werbung stört uns. Viel mehr ist es uns ebenso ein Anliegen, für Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Politik, qualifizierte 30-Stunden-Jobs für beide Elternteile sowie Einkommenstransparenz in Unternehmen, um endlich die massive Lohnschere zwischen Männern und Frauen zu verkleinern und zu schließen, einzutreten. Unsere Forderungen für Salzburg gibts dazu unter www.badgirl.at.

Das Ziel unserer Aktion war es jedenfalls, die Öffentlichkeit dafür verstärkt zu sensibilisieren. Und unsere Badeenten sollten uns auf humorvolle Weise helfen, mit den Forderungen um den Hals diese entlang der Salzach über das ganze Bundesland zu verteilen.

Denn der beste Weg, Ungerechtigkeiten wie Sexismus zu stigmatisieren, ist ihn Öffentlich zu machen. Dies ist uns durch diese Aktion unter anderem durch die Artikel in den Bezirksblättern,  den Salzburger Nachrichten, der Printausgabe des Standards, dem Salzburger Fenster, und einem online-Beitrag auf diestandard.at gelungen. diestandard vergab sogar zwei Zitronen 😉

Um noch mal zurück auf unsere Anprangerung des Sexismus in der Werbung zu kommen: Auch auf die Gefahr hin, von einigen jetzt als „Spaßbremse“ oder „eine, die aus Zucker ist“ gesehen zu werden: Es ist uns egal. Wir bleiben bei unserer Meinung. Sexistische Werbung geht einfach gar nicht, ist entwürdigend, und nervt uns einfach. Daher werden wir genau so weiter machen wie bisher: es aufzeigen, lästig sein, es öffentlich machen und stigmatisieren. Badgirls eben 😉

P.S.: Um die (verständlichen) Sorgen der Umweltbewussten (so wie wir es sind) auszuräumen – wir haben die Enten mit Nylonschnüren befestigt, um sie nachher wieder aus dem Wasser ziehen zu können. Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion Sexismus und Ungerechtigkeiten Öffentlich zu machen, aber keines falls der Umwelt weh zu tun!

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Die ÖVP, die Spaßbremse..

Posted by niki - Juli 13, 2010

Wir alle kennen Segways und finden sie cool, witzig, jugendlich – naja, nicht alle, die ÖVP leider nicht und die Bürgerliste scheint ihre Meinung auch geändert zu haben.

Grundsätzlich sind Segways in Österreich überall dort zugelassen, wo auch Fahrräder fahren dürfen. Vor zwei Jahren stimmte die ÖVP gegen einen Segway-Verleih in der Innenstadt. Die Bürgerliste, die damals noch dafür war, steht den Fahrzeugen mittlerweile skeptisch gegenüber.

Ich selber habe so ein Ding schon einmal ausprobiert. Am Anfang braucht es ein bisschen Übung, um damit umgehen zu können, aber es macht viel Spaß. Zum Glück sind sie aber so konzipiert, dass sie nicht umkippen können. Natürlich kann es passieren, dass einE PassantIn erwischt wird, wenn man/frau zu schnell oder zu unkontrolliert unterwegs ist. Aber das kann beim Radfahren oder Rollerskaten genauso passieren. Würden wir hier sofort nach einem Verbot schreien? Ich denke nicht.

Viel wichtiger ist, verantwortungsbewusst mit den Segways umzugehen und nicht blind durch die Altstadt zu fahren. So wie es für RadfahrerInnen, SkaterInnen, AutofahrerInnen, etc. gilt, müssen auch Segway-FahrerInnen auf die anderen VerkehrsteilnehmerInnen Rücksicht nehmen, Verkehrsregeln einhalten und die Sicherheitstipps, wie das Tragen eines Helms, festes Schuhwerkes, etc. berücksichtigen. Die Sicherheit ist wichtig, aber wenn diese eingehalten wird, muss ein bisschen Spaß schon erlaubt sein. Die Segways sollen Salzburg auch weiterhin erhalten bleiben und somit allen jungen und jung gebliebenen Menschen die Möglichkeit bieten, etwas Neues auszuprobieren. Ein Verbot, wie es die Spaßbremse ÖVP verlangt, kann jedenfalls nicht die Lösung sein.

Bild: http://www.pixelio.de

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