Niki Solarz' Blog

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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Frei zugängliche Verwaltungsdaten – in Salzburg noch ein frommer Wunsch

Posted by niki - Oktober 8, 2013

So traurig und weltfremd es ist, aber: Salzburg wird zum Schlusslicht, wenn es um den freien Zugang von Verwaltungsdaten geht. Anbei findet ihr meine PA dazu:

1--666491-Platine II-pixelioSolarz | Auch die Grünen, die selbst ernannte Transparenz-Partei, haben es seit Juni nicht geschafft in Salzburg in Sachen Open-Data-Government etwas zustande zu bringen. Salzburg ist Schlusslicht.

„Nachdem das Open-Data-Portal des Landes Kärnten am vergangenen Mittwoch online ging, ist Salzburg gemeinsam mit Burgenland Schlusslicht, wenn es um offene, frei zugängliche Verwaltungsdaten des öffentlichen Sektors geht. Mittlerweile sind fast alle Landesregierungen auf den Zug aufgesprungen und nehmen den transparenten Umgang und den freien Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger zu Dokumenten des öffentlichen Sektors ernst“, stellt SPÖ-Open-Government-Data-Sprecherin Niki Solarz fest.

„Die Salzburger Grünen erklären zwar bei jeder Gelegenheit, wie wichtig ihnen Transparenz sei, doch obwohl sie seit mehr als hundert Tagen in Regierungsverantwortung sind, haben weder die Grünen noch die ÖVP oder das Team Stronach, in dieser Angelegenheit etwas weiter gebracht. Ich fordere die Landesregierung dringend auf, hier endlich die erforderlichen Schritte zu setzen.“

Lernen könne die Landesregierung jedenfalls von der Stadt Salzburg, die seit Mitte 2012 nach und nach ihre Daten frei zugänglich im Internet der Bevölkerung zur Verfügung stellt. „Ich hoffe auch unsere Landesregierung bekennt sich bald ernsthaft zu mehr Transparenz und präsentiert taugliche Ergebnisse. Vorarbeiten der SPÖ gibt es jedenfalls zur Genüge. Erst im Juli dieses Jahres wurde seitens der SPÖ ein Antrag dazu im Landtag eingebracht“, erklärt Solarz.

 

Bildquelle: http://www.pixelio.de

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Bilanz April 2009 bis Mai 2013

Posted by niki - Juni 20, 2013

In letzten vier Jahren wurde ich oft gefragt: „Was macht man eigentlich als Landtagsabgeordnete?“ Zugegeben, eine Frage, die ich mir selber stellte, als ich im April 2009 in den Landtag gewählt wurde. Ich redete mit vielen KollegInnen, las Bücher und machte mir vor allem selber mit guten, klugen FreundInnen gedanken, wie mein Arbeitsprogramm aussehen könnte.

Watchgroup 3.2.12 045Nun sind vier Jahre um und gestern wurde ich zum zweiten Mal als Abgeordnete zum Salzburger Landtag angelobt. Ein guter Zeitpunkt, um  zu versuchen, eine Bilanz meiner ersten vier Jahre zu legen, was gar nicht so einfach ist. Einerseits gibt es viel Arbeit, die man nicht „sieht“: Ich denke zum Beispiel an Medienarbeit wie Presseaussendungen, Telefonate, persönliche Kontakte, die sich im besten Fall als (kleine oder größere) „Geschichte“ in der Zeitung wieder findet (in dem Fall wird die Arbeit zumindest ein wenig „sichtbar“). Oder die zahlreichen Repräsentationstermine, Teilnahmen an (Jugend-)Diskussionen, SchüllerInnenparlamenten etc. – samt Vorbereitungsarbeit dazu. Daneben besteht das Politik-Machen auch darin, sich inhaltlich weiter zu entwickeln, Bücher zu lesen, Diskussionen mit ExpertInnen zu führen sowie sich für seine Sache einzusetzen. Wir PolitikerInnen erstellen ja keiLeubene „Produkte“ in dem Sinn, die wir herzeigen können, sondern sind sozusagen DienstleisterInnen der Salzburger BürgerInnen. Diesen Teil der Arbeit hier abzubilden würde schwierig werden.

Einen kleinen, aber natürlich wichtigen Teil, machen die Sitzungen aus. Aber wer denkt, dass das unsere Hauptaufgabe ist – also ca. 9 Landtage sowie um die 15 Ausschusstage pro Jahr – der irrt. Der viel größere Teil spiel sich neben den Sitzungen ab.

Neben der „unsichtbaren“ Arbeit gibt es aber doch konkrete Handlungsfelder, die ich hier gerne auflisten möchte. Um für mich selber einen Überblick zu schaffen, aber auch aus Respekt vor jenen, die mir bzw. der SPÖ im März 2009 bei der Landtagswahl das Vertrauen geschenkt haben und zumindest überblicksartig wissen sollen, was ihre Vertreterin im Landtag gemacht hat.

Meine Bilanz von 4 Jahren im Salzburger Landtag:

Meine Zuständigkeitsbereiche gliederten sich in zwei Bereiche, nämlich

  • Jugend
  • und Technologie (v. a. neue Medien)

Aktionen bzw. Veranstaltungen, die ich in dieser Zeit durchgeführt habe:

22. April `09: Angelobung

FrauenlaufMai/Juni: Teilnahme an Podiumsdiskussionen zu den Wahlen zum Europäischen Parlament (Schulen, Gemeinden)

5. Juni `09: Organisation Junge Rote Fest

Juni `09: Schulklasseneinladung mit Gudrun Mosler-Törnström: 20 Klassen

10. Oktober `09: Landesparteitagsaktion: Seifenblasenverkauf, damit der Gratis-Laptop keine Seifenblase bleibt

November `09: Spende 1. Laptop für die Institution „Krise“

November `09: Gründung der „Badgirls“

Februar 10: Badgirl-Aktion: „This is what a feminist looks like“Zertifikat_Solarz

März `10: Badgirl-Manifest

März 10: Konzeption und Organisation der Veranstaltung „Jung.modern.web sucht – Wie das Web 2.0 unser Leben verändert“

Juli ´10: Badgirl-Aktion „Badeenten gegen Sexismus“

Juli `10: Badgirls nehmen am Frauenlauf teil

seit Juli `10: Erstellung Facebook-Seite

seit September `10: Konzeption und Organisation des Projektes „Love-Peers“

Oktober `10: Mitorganisation „I love Salzburg Clubbing“ à mehr als 100 BesucherInnenSalzburger Mädl

Dezember `10: Video „Wünsche ans politische Christkind“

März `11: Badgirl-Aktion „Badgirls machen Frauen sichtbar/Treffen mit Frauenministerin“

März `11: Aktion „Militaria Sammlerbörse in Hallein“ mit dem Erfolg, dass diese Börse verboten wurde

März `11: Start des Pilotprojekts „Love-Peers“

April `11: „Beweg deine Stadt“: Badgirl-Workshop

Juni ´11: Verleihung schwarze Ente für konservative und frauenfeindliche Familienpolitik an LRin Widmann

seit Juni `11: Projekt „CyberCops“ im Aufbauzeigdichher1

Juli `11: Badgirls nehmen am Frauenlauf teil

August `11: Gründung der „Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung“

September `11: Konzeption und Organisation „Seminar für Aufsichtsrätinnen“ über das Renner Institut

Oktober `11: Herbstkampagne – BadGirl ComeTogether

Dezember `11: Video „Wünsche ans politische Christkind“

Jänner `12: Präsentation der Salzburger „Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung“

Februar `12: Start des Pilotprojektes „CyberCheckers“

März `12: Badgirl-Aktion „Erkennen Sie den Unterschied? Werbung oder Porno?“zeigdichher2

Mai `12: Ausweitung Projekt „CyberCheckers“ auf 10 weitere Schulen

August `12: Badgirl-Aktion mit Frauenministerin „Wa(h)re Schönheit? Als die Bilder lügen lernten…“

Von Oktober bis Dezember Mutterschutz

Jänner `13: Pressekonferenz „Ein Jahr Salzburger Watchgroup gegen Sexismus“

ab Februar `13: Ersatzmitglied im Untersuchungsausschuss

ab März `13: Wahlkampf

Folgende Anträge bzw. Anfragen habe ich in dieser Zeit in den Landtag eingebracht:

Nähere Infos dazu findet ihr hier (im Feld „Text“ einfach „Solarz“ eingeben)

  • Antrag betreffend eine Verschärfung des Führerscheingesetzes
  • Antrag betreffend eines „Lokalverbotes für Schläger“
  • Antrag betreffend die Erstellung einer für Jugendliche leicht verständlichen Webseite zum Zwecke der Erklärung der politischen Arbeit im Land Salzburg
  • Antrag betreffend Bewusstseinsbildung von Jugendlichen und Kindern bei der Nutzung von Web 2.0
  • Antrag betreffend die Schaffung einer Möglichkeit für Online-Petitionen (E-Petitionen)
  • Antrag betreffend die Einführung einer Plattform für im Ausland tätige Salzburger und Salzburgerinnen
  • Antrag betreffend Aufklärungsarbeit im Bereich Cyber-Grooming
  • Antrag betreffend die Schaffung einer S-Bahn Haltestelle im Bereich der Gartenstadt Aigen
  • Antrag betreffend die Digitalisierung der Programmkinos
  • Antrag betreffend die Bewerbungsmöglichkeit höherqualifizierter Bediensteter in niedrigerer Verwendung
  • Antrag betreffend die Einführung der gemeinnützigen Arbeit als zusätzliche Weisungsmöglichkeit ins (Jugend-)Strafrecht
  • Antrag betreffend die Schaffung einer österreichweiten Schutzeinrichtung für von Zwangsheirat betroffenen Mädchen und Frauen
  • Antrag betreffend ACTA-Ratifizierung
  • Antrag betreffend die Valorisierung des Abzeichengesetzes 1960
  • Antrag betreffend Karenz, Wiedereinstieg und Familienfreundlichkeit in der Landesverwaltung
  • Antrag betreffend die Fotomanipulation in der Modebranche sowie Mindest-BMI
  • Antrag betreffend eines Verbotes von sexistischer Werbung
  • Antrag betreffend Lärmschutzmaßnahmen auf der A 1 Westautobahn im Bereich Liefering
  • Antrag betreffend Verwaltungsstrafen für Kinderrechtsverletzungen
  • Antrag betreffend die Beschaffung und den Einsatz von gerecht gehandelten Produkten im Land Salzburg
  • Anfrage betreffend politische Bildung und Jugendinformation
  • Anfrage betreffend die First Love Ambulanz
  • Anfrage betreffend die Nachbesetzung des Geschäftsführer-Postens bei AKZENTE Salzburg
  • Anfrage betreffend Gratiseintritte für Jugendliche in Salzburger Museen
  • Anfrage betreffend Möglichkeiten für Jugendliche außerschulisch Medienkompetenz zu erlangen
  • Anfrage betreffend Wilderei in Salzburg
  • Anfrage betreffend „Fragen zum Salzburger Barockmuseum, Keltenmuseum in Hallein und Freilichtmuseum“
  • Anfrage betreffend die Förderung für das Jugendzentrum Saalfelden
  • Anfrage betreffend „Fragen zum Museum der Moderne, Rupertinum und dazugehörigen Projekten“
  • Anfrage betreffend die Integration im Bundesland Salzburg
  • Anfrage betreffend die Kontrolle von landwirtschaftlichen, tierhaltenden Betrieben in Salzburg
  • Anfrage betreffend die Förderkulisse im Bereich der Kinderbetreuung
  • Anfrage betreffend diverse Präventions- und Medienkampagnen
  • Anfrage betreffend Kultus im Landesbudget
  • Anfrage betreffend AKZENTE
  • Anfrage betreffend der Open Space Veranstaltung zum Thema Kinderbetreuung in Bischofshofen
  • Anfrage betreffend die Bestellung des neuen Akzente-Geschäftsführers
  • Anfrage betreffend ein kilometerbezogenes Tarifsystem

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Wünsche an das Politische Christkind 2011

Posted by niki - Dezember 30, 2011

Und wieder ist ein Jahr vorbei und Weihnachten wieder da. Deshalb sind unser Jusosvorsitzender (Stadt) Gernot Marx und ich ausgerückt, um uns am Christkindlmarkt umzuhören, was sich die SalzburgerInnen vom politischen Christkind wünschen. Aber seht selbst…

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Projekt „Love-Peers“

Posted by niki - Juli 20, 2011

Wir alle können uns noch gut erinnern: An unsere eigenen ersten Erfahrungen mit Liebe und Sexualität. Daran, dass wir heimlich und mit der Angst dabei ertappt zu werden in der Bravo Dr. Sommer gelesen haben, daran, wie unsicher und unwissend wir bei diesem Thema waren und vor allem daran, wie schwierig es war, mit einer erwachsenen Person, einer Lehrerin – oder den eigenen Eltern über dieses Thema zu reden.

Leider ist ein offener und ehrlicher Umgang mit dem Thema nicht ganz so selbstverständlich. Angst, Unbehagen und Unsicherheit sind oft eng mit dem Thema Liebe und Sexualität verknüpft.Die letzten Studien zeigen, dass Österreichs Teenager erschreckend ahnungslos sind, weil sich unsere Sexualpädagogik in einem sehr schlechten Zustand befindet: Sowohl Teenagerschwangerschaften als auch Infektionen mit Geschlechtskrankheiten sind gestiegen.

Diese Aufklärungsdefizite sind zwar schlimm, ihnen kann aber gezielt entgegengewirkt werden. Denn vor allem aus gesundheitlicher Sicht für Jugendliche sehr wichtig ist, über Liebe, Sexualität, Verhütung und Geschlechtskrankheiten offen und ohne Scheu zu reden; daher habe ich in Salzburg das Pilotprojekt „Love-Peers“ initiiert.

Durch das Projekt „Love-Peers“ werden Jugendliche in Workshops von ExpertInnen zu diesem Thema ausgebildet und geben in der Folge ihr Wissen in Workshops an andere Jugendliche weiter.

Der Zugang ist also ein unhierachischer, ExperInnen und Lernende befinden sich auf einer Ebene. Wir arbeiten hier modern im Sinne von präventiv: Also früh genug umfassend und lebensnah aufklären, und somit ungewollte Schwangerschaften sowie Krankheiten verhindern. Am Ende der vier-tägigen Ausbildung gab es dann auch Zertifikate.

Bedanken möchte ich mich ganz herzlich bei allen Institutionen und den Personen dahinter, die mit viel Einsatz und Wissen diesen Projekt inhaltlich auf die Beine gestellt haben, namentlich der

o            Verein Selbstbewusst – Sandra Kirbach

o            die Sexualberatungsstelle – Michael Schreckeis

o            Frauengesundheitszentrum ISIS – Petra Schweiger und

o            die Aidshilfe Salzburg – Michaela Wöss

und natürlich vor allem bei den SchülerInnen, die sich voller Engagement, Professionalität aber auch Spaß die Ausbildung absolvierten!

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Erlebnisbericht: „Mit der legalen Seite nach oben“

Posted by niki - März 23, 2011

Aufgrund folgenden Mails wurde mir seitens des Halleiner Bürgermeisters, Christian Stöckl, zugesagt, dass in Hallein kein öffentliches Gebäude mehr für diese Veranstaltung zur Verfügung stehen wird. Seine schnelle Reaktion freute mich sehr und ich finde es schön, dass er das Thema genau so ernst nimmst wie ich. Es freut mich, dass es auch trotz mancher politischen Unterschiede zwischen unseren beiden Parteien in so wichtigen Fragen einen Konsens gibt. Wegen der Ekelhaftigkeit erspare ich mir Fotos der Devotionalien, die ich dort gesehen habe. Auch die Salzburger Nachrichten sowie die Bezirksblätter Tennengau (Seite 6) haben darüber berichtet.

OFFENES MAIL
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
lieber Christian!
Wie du ja weißt, fand gestern in Hallein zum 6. Mal die Internationale Militaria Sammlerbörse statt. Nachdem mir von verschiedenen Seiten geschildert wurde, was sich bei der Militaria abspielt, habe ich mich selbst vor Ort umgesehen und konnte meinen Augen nicht trauen: SS-Uniform-Kappen, Hakenkreuz-Armbinden, Wehrmachtsorden, HJ-Bilder – all das wurde mehr oder weniger offen zum Kauf angeboten. Ich habe auch einige „Beweismaterialen“ gekauft, anbei findest du ein Foto davon. Das von mir erworbene NS-Propagandaposter wurde beispielsweise zusammengerollt mit den Worten und einem Augenzwinkern – „Mit der legalen Seite nach oben, bitteschön“ – an mich ausgehändigt. Es ist unglaublich. Mitten in Hallein taucht man am Sonntag-Vormittag in die NS-Vergangenheit ein.
Ich finde es unerträglich und moralisch mehr als verwerflich, derartigem menschenverachtenden Gedankengut (was Hakenkreuze, HJ-Uniformen, etc. sind) in Hallein eine Plattform zu bieten. Ich denke, gerade wir als PolitikerInnen sollten mit unserer Geschichte anders, sensibler umgehen und vehement gegen derartige Gesinnungen auftreten.  Das ist auch, was wir den nachfolgenden Generationen weitervermitteln sollen. Eine durchaus offene aber kritische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und keine Verherrlichung.
Da ich dich als einen sehr  umsichtigen und konstruktiv arbeitenden Kollegen wahrnehme, ersuche ich dich als Bürgermeister der Gemeinde Hallein, dieser Veranstaltung künftig keine Plattform mehr zu bieten und diesem Treiben ein Ende  zu setzen . Sammelleidenschaft und historisches Interesse in allen Ehren, aber beim Handel mit NS-Relikten hört sich der Spaß auf.
Ich freue mich sehr, wenn wir auch auf Landtagsebene gemeinsam überlegen können, was wir gegen derartiges Gedankengut unternehmen können.
Ich freue mich auf deine Antwort und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Niki Solarz

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Badgirls holen berühmte Salzburgerinnen vor den Vorhang

Posted by niki - März 11, 2011

Badgirls im Einsatz

„Können Sie mir eine berühmte Salzburgerin nennen?“

Auf diese Frage folgt zumeist – Stille.

Letzten Freitag machten wir die Probe aufs Exempel: Wir fragten zahlreiche SalzburgerInnen, ob ihnen eine berühmten, verdienten Salzburgerinnen einfallen würde. Niemand wusste eine.

Auch im Selbst-Test mussten wir uns ein gestehen: Sehr viel mehr Namen als „Irma von Troll Borostyáni“ oder „Rosa Kerschbaumer-Putjata“ kannten wir auch nicht. Dass es keine historisch wichtigen Salzburgerinnen gibt, glaubten wir aber auch nicht.

Also machten wir uns auf die Suche – und wurden fündig. Sehr fündig sogar. Das Problem ist leider, dass die Geschichte in erster Linie männlich geprägt ist, sprich Frauen werden übersehen.

Valerin in Vorbereitung

auch Männer…

und meine Mama unterstützten uns 🙂

Diese verdienten Frauen sollten nun auch präsentiert und bekannt gemacht werden. Berühmte Frauennamen sollen uns genauso schnell und selbstverständlich über die Lippen kommen, wie es bei bekannten Männern der Fall ist.

Im Rahmen des internationalen Frauentages präsentierten wir am Platzl verdiente Salzburgerinnen, wie:

auch Barbara Haimerl von der SN kam und berichtete darüber

  1. Alice Brandl: Schuldirektorin, Sozialdemokratin, zwischen 1931 und 1934 einzige Frau im Gemeinderat.
  2. Irma von Troll.Borostyáni: Schriftstellerin, erste Salzburger Frauenrechtlerin, nach ihr ist der „Troll-Borostyani Preis für emanzipatorische Frauenpolitik und Zivilcourage benannt.
  3. Rosa Kerschbaumer-Putjata: erste Ärztin, die in Österreich praktizierte, leitete die Augenklinik in Salzburg.
  4. Anna Mildenburg: Mitbegründerin der SalzburgerFestspiele. Leitete 1929 eine Klasse der Internationalen Sommerakademie Mozarteum.
  5. Rosa Hofmann: kommunistische Widerstandskämpferin, die ihre politische Überzeugung gegen den Nationalsozialismus mit dem Leben bezahlt hat.

und noch viele, viele mehr. Dazu gibt es auch vom Frauenbüro der Stadt Salzburg eine tolle Broschüre

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Was sich Salzburgs Jugend vom politischen Christkind wünscht

Posted by niki - Dezember 17, 2010

Was sich Salzburgs Jugend vom politischen Christkind wünscht

Am Dienstag, den 7.12.2010 war unser i-Team das erste Mal im Einsatz: Pünktlich vor Weihnachten schwirrten wir (Hermann, Doris, Dominik, Gernot und ich) am Christkindlmarkt in der Stadt Salzburg aus und befragten die Jugendlichen, was sie sich denn vom „politischen Christkind“ wünschen. Ausgerüstet mit 200 Wunschzetteln, einem Fotoapparat und einer Filmkamera, (das Ganze sollte schließlich auch in Bild und Ton festgehalten werden) starteten wir los. Alleine die Vorbereitungen machten viel Spaß!

Und hier ist das Video:

Die Auswertung der Wunschzettel war spannend und die Antworten der Jugendlichen vielfältig. Das Top-Thema war schon nach dem Lesen der ersten Wunschzettel klar: Salzburgs Jugend liegt ihre Bildung am meisten am Herzen.

Hier noch einige Auszüge der Wünsche:

– mehr Budget für die Bildung der Jugend (Unis), bessere Stipendien für Studierende, Aufnahmeprüfung für Deutsche an den Unis, Familienbeihilfe bis 26

– besseres Verkehrskonzept: weniger Stau, günstigere Öffis, Öffis rund um die Uhr

– konstruktives Miteinander und keinen Streit zw. den Parteien, weniger Bürokratie, mehr Volksnähe

– stärkere Beteiligung für die Jugend

– coolere Fortgehmöglichkeiten

– nachhaltige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik

– Förderung junger, lokaler MusikerInnen und KünstlerInnen

– Zeit (!)

 

Neben der Grundidee, die Wünsche und Bedürfnisse der Salzburger Jugendlichen sichtbar zu machen und Ihnen auch zuzuhören, ihren Anliegen Aufmerksamkeit zu schenken, wurde eines klar: Salzburgs Jugend ist alles andere als unpolitisch oder uninteressiert. Ganz im Gegenteil, sie sind gut informiert, (und) brennen darauf, ihre Meinung kundzutun und haben ein hohes Maß an Problembewusstsein und den Willen zur Veränderung !

Weitere Fotos findet ihr auch unter http://www.facebook.com/niki.solarz

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Warum wir Badeenten die Salzach entlang schickten..

Posted by niki - Juli 29, 2010

Sexismus hat in der Werbung einfach nichts verloren. Und um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, schickten wir, die Badgirls – am Montag Nachmittag hunderte pinke Badeenten in der Salzbach auf die Reise.


Konkretes Beispiel für sexistische Werbung in Salzburg bietet die aktuelle Speisekarte des Restaurants Raschhofer:

Das Foto für das Speiseangebot am Dienstag zeigt junge Frauen in Hotpants, kombiniert mit dem Spruch „Hoass und Knusprig und mit fesche Knedl“. Was Hotpants auf einer Speisekarte zu suchen haben, ist mir ein Rätsel.. Schade, weil es ein derart bekanntes Unternehmen eigentlich nicht nötig hat, mit sexistischer Werbung auf sich aufmerksam zu machen, sondern eher mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Das ist doch nur peinlich!

Überraschenderweise sagt zur selben Zeit (das war nicht abgesprochen, im Ernst!) auch die Wiener SPÖ, allem voran Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, sexistischer Werbung den Kampf an. Die Kärtner Brauerei Hirter rühmt sich gerade mit einer Plakatkampagne unter dem Titel „Hirter Fasstypen“: Drei Frauen (eine blonde, eine rothaarige und eine dunkelhaarige, damit auch für jedermann eine dabei ist) bedecken ihre nackten Oberkörper nur mit einer Hand, in der anderen halten sie das Bier (welches ich nie wieder trinken werde!). Ein super Kommentar (gegen diese Werbung) wurde von Michael Schmid (fm4.orf.at) dazu verfasst!

Zu unserer Freude kam dann auch noch der Herr Vizekanzler Pröll vorbei, dem wir natürlich gleich eine pinke Ente samt pinkem Luftballon in die Hände drückten. Mit Forderung natürlich 🙂

Aber nicht nur der Sexismus in der Werbung stört uns. Viel mehr ist es uns ebenso ein Anliegen, für Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Politik, qualifizierte 30-Stunden-Jobs für beide Elternteile sowie Einkommenstransparenz in Unternehmen, um endlich die massive Lohnschere zwischen Männern und Frauen zu verkleinern und zu schließen, einzutreten. Unsere Forderungen für Salzburg gibts dazu unter www.badgirl.at.

Das Ziel unserer Aktion war es jedenfalls, die Öffentlichkeit dafür verstärkt zu sensibilisieren. Und unsere Badeenten sollten uns auf humorvolle Weise helfen, mit den Forderungen um den Hals diese entlang der Salzach über das ganze Bundesland zu verteilen.

Denn der beste Weg, Ungerechtigkeiten wie Sexismus zu stigmatisieren, ist ihn Öffentlich zu machen. Dies ist uns durch diese Aktion unter anderem durch die Artikel in den Bezirksblättern,  den Salzburger Nachrichten, der Printausgabe des Standards, dem Salzburger Fenster, und einem online-Beitrag auf diestandard.at gelungen. diestandard vergab sogar zwei Zitronen 😉

Um noch mal zurück auf unsere Anprangerung des Sexismus in der Werbung zu kommen: Auch auf die Gefahr hin, von einigen jetzt als „Spaßbremse“ oder „eine, die aus Zucker ist“ gesehen zu werden: Es ist uns egal. Wir bleiben bei unserer Meinung. Sexistische Werbung geht einfach gar nicht, ist entwürdigend, und nervt uns einfach. Daher werden wir genau so weiter machen wie bisher: es aufzeigen, lästig sein, es öffentlich machen und stigmatisieren. Badgirls eben 😉

P.S.: Um die (verständlichen) Sorgen der Umweltbewussten (so wie wir es sind) auszuräumen – wir haben die Enten mit Nylonschnüren befestigt, um sie nachher wieder aus dem Wasser ziehen zu können. Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion Sexismus und Ungerechtigkeiten Öffentlich zu machen, aber keines falls der Umwelt weh zu tun!

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Warum es gut und richtig ist, dass die „Pille danach“ nun rezeptfrei ist

Posted by niki - Dezember 28, 2009

Eine Initiative, angepasst an die Lebensrealitäten der Jugend

Seit 18. Dezember ist die „Pille danach“ dank unseres Gesundheitsministers Alois Stöger (SPÖ) nun endlich rezeptfrei. Und das ist mehr als gut so. Warum? Eine kleine, wahre Geschichte möchte ich euch hier erzählen…

Ich kann mich noch gut erinnern, als eine Freundin von mir diese „letzte Rettung“ vor ein paar Monaten mehr als dringend brauchte. Es war Sonntag in der Früh, das Kondom war – trotz ordnungsgemäßer Anwendung – geplatzt. Die einzige Möglichkeit: das rettende Krankenhaus. GynäkologInnen, die ein Rezept dazu ausstellen, haben ja in der Regel Sonntag morgen zu. Dort angekommen, trafen sie erstmals strafende Blicke (scheinbar ist Sex etwas böses…) und die überflüssige Frage, wie alt sie wäre (sie war über 20). Nach der Untersuchung kam dann die ernüchternde Botschaft: Ohne Rezept kostet die „Pille danach“ 183 Euro! Für eine Studentin ein Batzen Geld. Dennoch wurden die 183 Euro zähneknirschend in Kauf genommen – die Angst vor einer Schwangerschaft überwog dann doch.

So läuft es (zwar nicht immer) aber leider oft in der Realität ab. Und diese Stigmatisierung verbunden mit hohen Kosten trifft hauptsächlich Frauen.

Ist Sexualerziehung wichtiger als die rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“?

Oftmals wird in diesem Zusammenhang argumentiert, dass eine ordentliche schulische Sexualerziehung und Aufklärungsarbeit „wichtiger“ wäre. Natürlich ist der Ruf nach Aufklärung über Verhütung richtig und gerechtfertigt. Präventiv zu arbeiten ist immer besser als spätere Versäumnisse zu kitten! Aber nichtsdestotrotz kann immer etwas „passieren“. Und für diese Fälle muss dann auch vorgesorgt sein. Daher nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.

ExpertInnen, wie der Leiter der Wiener Gynmed-Klinik Christian Fiala, erwarten durch die rezeptfreie „Pille danach“ einen Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche. In fast allen Ländern Westeuropas sei diese Maßnahme seit mehr als zehn Jahren Realität und habe sich sehr bewährt. Das Salzburger Frauengesundheitszentrum ISIS vertritt sogar die Meinung, dass die „Pille danach“ in der Hausapotheke bei Bedarf griffbereit sein soll.

Unachtsame Verhütung?

Das Argument„Wenn die Pille danach jetzt rezeptfrei ist, wird unachtsamer verhütet“ stimmt einfach nicht. Es ist dumm zu glauben, dass Mädchen und Frauen jetzt unachtsamer verhüten würden, wenn sie wissen, dass die „Pille danach“ jetzt rezeptfrei und somit „leichter zu haben“ ist. (Jungen) Frauen ist sehr wohl bewusst, dass die „Pille danach“ kein normales Verhütungsmittel ist, sondern nur in Notfällen anzuwenden ist und unter Umständen auch Nebenwirkungen haben kann.

Unsere Rolle, die Rolle der Politik sehe ich darin, Aufklärungsarbeit zu leisten. Aufklärung über ordnungsgemäße Verhütung, Aufklärung über die Möglichkeit der „Pille danach“ und ihre Auswirkungen. Hier ist es wichtig, sinnvolle Regelungen – wie die derzeitige Verordnung des Gesundheitsministers – zu schaffen, um in konkreten „Notsituationen“ zu helfen.

Denn nur so leisten wir unseren Beitrag, junge Menschen zu selbstbestimmten, eigenständigen Menschen zu erziehen. Und das verstehe ich unter einer Politik der „helfenden Hand“ anstatt des „erhobenen Zeigefingers“!

Bilder: http://www.pixelio.de
Bild 1: Rainer Sturm
Bild 2: Viktor Mildenberger
Bild 3: Tomizak

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Wünsche an das politische Christkind

Posted by niki - Dezember 17, 2009

Heute in einer Woche ist Weihnachten (juhu!!!). Das heißt, es wird Zeit, eine Wunschliste an das Christkind zu schreiben (so wie jedes Jahr natürlich). Dieses Jahr habe ich beschlossen, mal ans politische Christkind zu schreiben (ist spannender). Also…

Liebes (politisches) Christkind!

Ich habe mir gut überlegt, was ich mir heuer von dir für Salzburg wünsche. Folgendes ist mir wirklich sehr wichtig: Bitte mach, dass…

– gerade für die Jungen geschaut wird, dass genügend, fair bezahlte Arbeitsplätze vorhanden sind. Dass vor allem der Einstieg in den Arbeitsmarkt eröffnet wird. Wir wollen nicht mehr die Generation (gratis) Praktikum sein (oder vielleicht sogar gleich Pröll’s SklavIn!). Dazu braucht es die Verbindung einer vernünftigen Wirtschaftspolitik mit einer solidarischen Sozialpolitik. Junge Menschen brauchen sinnvolle Perspektiven, um an der Gesellschaft teilhaben und sich konstruktiv einbringen zu können.

– weiterhin sparsam und ordentlich gewirtschaftet wird, damit für uns Junge auch noch etwas da ist. Konkret meine ich damit, dass die Staatseinnahmen durch Maßnahmen zu erhöhen sind, die auf die Gleichverteilung von Vermögen abzielen. Die, die viel Vermögen haben, sollen auch ihren entsprechenden Beitrag leisten.

– eine zeitgemäße Bildungspolitik vorangetrieben wird. Einerseits bedeutet das, Kinder und Jugendliche zur Selbstständigkeit, zur Bereitschaft lebenslang zu lernen und zur Kommunikationsfähigkeit zu erziehen. Andererseits müssen wir die Herausforderung annehmen und die Chance erkennen, die neue Technologien, wie PC und Internet, mit sich bringen.

– dieser latente, gesellschaftlich akzeptierte Sexismus endlich ein Ende hat. Das heißt, keine „superlustigen“ Frauenwitze mehr, keine fadenscheinigen Rollenzuschreibungen mehr (das ist so, weil du eine Frau bist), keine eigenartigen Erklärungen für Benachteiligungen mehr (es gibt einfach nicht genügend gute Frauen für Führungspositionen) etc.

– eine ehrliche, unemotionale und seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema Integration unter dem Motto „fördern und fordern“ stattfindet: ALLE müssen Schritte aufeinander zumachen. Man muss MigrantInnen faire Chancen geben. Anstatt Angst zu schüren, sollen die Chancen und Potenziale der ZuwandererInnen erkannt werden, die in ihrer Vielfalt liegen. Die Bereitschaft zur Integration zeigt sich durch das Erlernen der Deutschen Sprache und die Einhaltung der demokratischen Grundlagen.

– mit den Ressourcen sparsam umgegangen wird und ein neues Umweltbewusstsein geschaffen wird. Es darf keinen Gegensatz zwischen ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen geben. Es ist an der Zeit für ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm. Ohne grünen Fundamentalismus, sondern mit Herz und Hirn. Hierunter fallen auch die „Greenomics“.

– neue Kulturtechniken wie Web 2.0 erkannt werden und dadurch (vor allem) politische Beteiligung gefördert wird. Das bedeutet, mutig und offen Kritik anzunehmen und sich damit auseinander zu setzen.

Sollte ich was vergessen haben, bitte um Ergänzung!

Bilder: http://www.pixelio.de
Bild 1: Stephanie Hofschlaeger
Bild 2: Rike
Bild 3: Joujou

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