Niki Solarz' Blog

Mit Sicherheit. Immer auf deiner Seite.

Archiv für Juli 2010

Warum wir Badeenten die Salzach entlang schickten..

Geschrieben von niki - Juli 29, 2010

Sexismus hat in der Werbung einfach nichts verloren. Und um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, schickten wir, die Badgirls – am Montag Nachmittag hunderte pinke Badeenten in der Salzbach auf die Reise.


Konkretes Beispiel für sexistische Werbung in Salzburg bietet die aktuelle Speisekarte des Restaurants Raschhofer:

Das Foto für das Speiseangebot am Dienstag zeigt junge Frauen in Hotpants, kombiniert mit dem Spruch „Hoass und Knusprig und mit fesche Knedl“. Was Hotpants auf einer Speisekarte zu suchen haben, ist mir ein Rätsel.. Schade, weil es ein derart bekanntes Unternehmen eigentlich nicht nötig hat, mit sexistischer Werbung auf sich aufmerksam zu machen, sondern eher mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Das ist doch nur peinlich!

Überraschenderweise sagt zur selben Zeit (das war nicht abgesprochen, im Ernst!) auch die Wiener SPÖ, allem voran Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, sexistischer Werbung den Kampf an. Die Kärtner Brauerei Hirter rühmt sich gerade mit einer Plakatkampagne unter dem Titel “Hirter Fasstypen”: Drei Frauen (eine blonde, eine rothaarige und eine dunkelhaarige, damit auch für jedermann eine dabei ist) bedecken ihre nackten Oberkörper nur mit einer Hand, in der anderen halten sie das Bier (welches ich nie wieder trinken werde!). Ein super Kommentar (gegen diese Werbung) wurde von Michael Schmid (fm4.orf.at) dazu verfasst!

Zu unserer Freude kam dann auch noch der Herr Vizekanzler Pröll vorbei, dem wir natürlich gleich eine pinke Ente samt pinkem Luftballon in die Hände drückten. Mit Forderung natürlich :)

Aber nicht nur der Sexismus in der Werbung stört uns. Viel mehr ist es uns ebenso ein Anliegen, für Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Politik, qualifizierte 30-Stunden-Jobs für beide Elternteile sowie Einkommenstransparenz in Unternehmen, um endlich die massive Lohnschere zwischen Männern und Frauen zu verkleinern und zu schließen, einzutreten. Unsere Forderungen für Salzburg gibts dazu unter www.badgirl.at.

Das Ziel unserer Aktion war es jedenfalls, die Öffentlichkeit dafür verstärkt zu sensibilisieren. Und unsere Badeenten sollten uns auf humorvolle Weise helfen, mit den Forderungen um den Hals diese entlang der Salzach über das ganze Bundesland zu verteilen.

Denn der beste Weg, Ungerechtigkeiten wie Sexismus zu stigmatisieren, ist ihn Öffentlich zu machen. Dies ist uns durch diese Aktion unter anderem durch die Artikel in den Bezirksblättern,  den Salzburger Nachrichten, der Printausgabe des Standards, dem Salzburger Fenster, und einem online-Beitrag auf diestandard.at gelungen. diestandard vergab sogar zwei Zitronen ;)

Um noch mal zurück auf unsere Anprangerung des Sexismus in der Werbung zu kommen: Auch auf die Gefahr hin, von einigen jetzt als “Spaßbremse” oder “eine, die aus Zucker ist” gesehen zu werden: Es ist uns egal. Wir bleiben bei unserer Meinung. Sexistische Werbung geht einfach gar nicht, ist entwürdigend, und nervt uns einfach. Daher werden wir genau so weiter machen wie bisher: es aufzeigen, lästig sein, es öffentlich machen und stigmatisieren. Badgirls eben ;)

P.S.: Um die (verständlichen) Sorgen der Umweltbewussten (so wie wir es sind) auszuräumen – wir haben die Enten mit Nylonschnüren befestigt, um sie nachher wieder aus dem Wasser ziehen zu können. Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion Sexismus und Ungerechtigkeiten Öffentlich zu machen, aber keines falls der Umwelt weh zu tun!

Veröffentlicht in Gleichstellung, Uncategorized | Getaggt mit: , , , , , , , | Kommentar schreiben »

Die ÖVP, die Spaßbremse..

Geschrieben von niki - Juli 13, 2010

Wir alle kennen Segways und finden sie cool, witzig, jugendlich – naja, nicht alle, die ÖVP leider nicht und die Bürgerliste scheint ihre Meinung auch geändert zu haben.

Grundsätzlich sind Segways in Österreich überall dort zugelassen, wo auch Fahrräder fahren dürfen. Vor zwei Jahren stimmte die ÖVP gegen einen Segway-Verleih in der Innenstadt. Die Bürgerliste, die damals noch dafür war, steht den Fahrzeugen mittlerweile skeptisch gegenüber.

Ich selber habe so ein Ding schon einmal ausprobiert. Am Anfang braucht es ein bisschen Übung, um damit umgehen zu können, aber es macht viel Spaß. Zum Glück sind sie aber so konzipiert, dass sie nicht umkippen können. Natürlich kann es passieren, dass einE PassantIn erwischt wird, wenn man/frau zu schnell oder zu unkontrolliert unterwegs ist. Aber das kann beim Radfahren oder Rollerskaten genauso passieren. Würden wir hier sofort nach einem Verbot schreien? Ich denke nicht.

Viel wichtiger ist, verantwortungsbewusst mit den Segways umzugehen und nicht blind durch die Altstadt zu fahren. So wie es für RadfahrerInnen, SkaterInnen, AutofahrerInnen, etc. gilt, müssen auch Segway-FahrerInnen auf die anderen VerkehrsteilnehmerInnen Rücksicht nehmen, Verkehrsregeln einhalten und die Sicherheitstipps, wie das Tragen eines Helms, festes Schuhwerkes, etc. berücksichtigen. Die Sicherheit ist wichtig, aber wenn diese eingehalten wird, muss ein bisschen Spaß schon erlaubt sein. Die Segways sollen Salzburg auch weiterhin erhalten bleiben und somit allen jungen und jung gebliebenen Menschen die Möglichkeit bieten, etwas Neues auszuprobieren. Ein Verbot, wie es die Spaßbremse ÖVP verlangt, kann jedenfalls nicht die Lösung sein.

Bild: www.pixelio.de

Veröffentlicht in Spaß und Freiraum | Getaggt mit: , , , , , , | 1 Kommentar »

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.